Kleidung im alten Nerdersch


Die alten Nörtershausener hatten keine prächtigen Trachten, sondern beschränkten sich auf schlichte meist dunkle Kleidung.

Unverheiratete Frauen trugen einen Keuschheitspfeil (Tugendpfeil), einen kunstvoll verzierten Kamm aus Messing, der in einem Haarknoten eingeflochten wurde.

Für die Feldarbeit hatten die Frauen eine Schürze aus Sackleinen. Der einzige Schmuck war ein kunstvoll geknotetes Kopftuch aus feinem weißen Leinen.

Bei den Männern kamen in den 30er Jahren Manchesterhosen, Knikkerbockerhosen.
Schuhe mit Gamaschen wurden auch weiterhin getragen.
Bei Frost trug man den Boores, einen Kopf-Ohren-Wärmer und Stitzele (Pulswärmer).

 

Kinderspiele!

Hölzjes:

2 Spieler
Aus einem viereckigen Feld wurde von einem Spieler (Auslosung) ein an den Enden angespitztes Holz (Zigarrengröße) mit einem Stock auf die Spitze geschlagen. Das in die Luft springende Holz wurde danach mit dem Stock soweit wie möglich weggehauen. Der Gegenspieler versuchte dann im Gegenzug das Holz in das markierte Feld zurückzuschlagen.
So ging es hin und her bis das Holz im Feld landete.
Danach tauschten die Spieler; derjenige, der mit den wenigsten Schlägen das Holz ins Feld zurückschlug, hatte das Spiel gewonnen.

Ring schibelle:

Ein Ring aus Rundstahl, mit einem Durchmesser von » 60 cm, wurde mit einem Stock angetrieben und geführt, man konnte auch Rennen damit ausführen.

Jeder versuchte, der schnellste zu sein.

 

 

 

 

Heppelheische:

Verschiedene Felder wurden meist in Kreuzform aufgemalt. Mit einem Wurfstein mußte ein entsprechend beziffertes Feld getroffen werden. Hüpfend und springend überwand der Spieler alle Felder und nahm den Stein wieder auf.

 

 

 

Dubbes:

Durch Anschießen eines gegnerischen Klickers konnte dieser gewonnen werden.

Feil – Leifches:

Durch Pfeile wurde eine Route durch das Dorf oder die nähere Umgebung vorgegeben. In Form einer Schnitzeljagd mußten die Mitspieler den richtigen Weg finden.